Nachhaltigkeit aus den verschiedenen Gesch?ftsbereichen r¨¹cken zunehmend in den Fokus der
Unternehmen. In j¨¹ngster Zeit hat sich der Begriff ESG (Environmental, Social and Governance) etabliert. ESG ist ein Framework f¨¹r die Bewertung der Gesch?ftspraktiken und Leistungen eines Unternehmens in Bezug auf verschiedene Nachhaltigkeits- und ethische Fragen. Er bietet auch eine M?glichkeit, Gesch?ftsrisiken und -chancen in diesen zu messen.
W?hrend Nachhaltigkeit, Ethik und Unternehmensf¨¹hrung im Allgemeinen als nicht-finanzielle Leistungsindikatoren betrachtet werden, besteht die Aufgabe eines ESG-Programms darin, die Rechenschaftspflicht und die Umsetzung von Systemen und Prozessen zum Management der Auswirkungen eines Unternehmens, wie z. B. seines CO?-Fu?abdrucks und der Art und Weise, wie es Mitarbeiter, Lieferanten und andere Stakeholder behandelt, sicherzustellen.
Herausforderung: akkurate Zahlen
Um eine vertrauensw¨¹rdige ESG-Initiative zu etablieren, m¨¹ssen Unternehmen Daten aus verschiedenen Bereichen beschaffen. Die schwierigste Herausforderung dabei ist, akkurate und zuverl?ssige Zahlen zu erhalten. Ein Beispiel aus der IT veranschaulicht dies:
Unternehmen, die ihre eigenen Rechenzentren betreiben, haben die M?glichkeit, den Energieverbrauch dieser genau zu erfassen. Durch eigene Stromkreise und Stromz?hler kann dies mit gro?er Genauigkeit geschehen. Schwieriger ist es, den Stromverbrauch von Arbeitsplatzrechnern, Monitoren und Druckern zu ermitteln, vor allem dann, wenn diese nicht mehr in den eigenen Geb?uden, sondern in Home-Offices untergebracht sind.
Der Stromverbrauch von Arbeitsplatzrechnern wird daher meist nur gesch?tzt. Viele Unternehmen nehmen heute einfach den maximalen Stromverbrauch oder die ver?ffentlichte Durchschnittswerte f¨¹r ihre Berechnungen an. Dies f¨¹hrt zu sehr ungenauen Werten.
Diese ungenauen Daten reichen im ersten Schritt aus, um einen ?berblick ¨¹ber die Situation zu bekommen. Das Ziel von ESG-Programmen ist es jedoch, eine Verbesserung unter Ber¨¹cksichtigung des Kosten-Nutzen-Verh?ltnisses zu erreichen. So ist beispielsweise der Austausch eines alten Desktop-PCs gegen einen modernen Mini-PC nicht unbedingt nachhaltiger. Auch die Herstellung von neuen Computern hinterl?sst einen CO?-Fu?abdruck. Entscheidend ist, ob die Nutzer mit dem alten PC das gleiche Nutzungserlebnis haben wie mit einem Neuen. Vielleicht hilft auch ein kleines Hardware-Upgrade, um den PC effizienter zu machen.
Observability bringt die n?tigen Einsichten
Und genau hier hilft Observability. Observability ist die Weiterentwicklung des IT-Monitorings und wird bereits in Teilen der IT eingesetzt. Die aus dieser Quelle gewonnenen Informationen k?nnen in ESG-Projekten verwendet werden. Vor allem, um pr?zisere Aussagen zu treffen und die Kosten-Nutzen-Frage besser beurteilen zu k?nnen.
Dies gilt nicht nur f¨¹r den Arbeitsplatz, auf dem sich feststellen l?sst, wie benutzerfreundlich und effizient alte Computer sind und ob sie gegebenenfalls aufger¨¹stet oder ersetzt werden sollten. Es l?sst sich auch feststellen, welche Anwendungen besonders viel Netzverkehr erzeugen, was wiederum zu einer entsprechenden CO?-Belastung der Rechenzentren aus den Netzwerken f¨¹hrt. Mithilfe von Observability-Daten lassen sich Rechenzentrumskonsolidierungen oder Cloud-Migrationen unter ESG-Gesichtspunkten bewerten, planen und durchf¨¹hren.
Nutzung von IT-Daten f¨¹r die ESG-Perspektive
IT-Abteilungen sowie Anbieter von Observability?
L?sungen wie Alluvio by Ä¢¹½¶ÌÊÓÆµ k?nnen einen gro?en Beitrag zu ESG-Initiativen leisten. Die in der IT gesammelten Daten k?nnen umgewandelt und f¨¹r Nachhaltigkeitsprojekte genutzt werden, um messbare Erfolge zu erzielen, die auch den Kosten/Nutzen ber¨¹cksichtigen. Wichtig ist, dass die in den Berechnungen verwendeten Parameter an die spezifische Situation des Unternehmens angepasst werden m¨¹ssen. So unterscheidet sich z.B. der CO2eq/kWh?die Energiekosten von Land zu Land und von Unternehmen zu Unternehmen.
Bevor IT-Abteilungen gro?e ESG-Projekte in Angriff nehmen, k?nnen bereits mit kleinen ¡°Quick Wins¡± Erfolge erzielt werden:
Es ist leicht zu analysieren, ob ein Server im Rechenzentrum noch l?uft, oder nicht mehr genutzt wird. Ein weiterer Ansatzpunkt ist, festzustellen, ob die Benutzer ihre Computer nachts herunterfahren oder in den Ruhezustand versetzen. Ist dies nicht der Fall, kann eine einfache ?nderung der Einstellungen daf¨¹r sorgen, dass der Computer nach ein paar Minuten Leerlaufzeit automatisch in den Ruhezustand versetzt wird. Da Nachhaltigkeit aber auch viel mit Verst?ndnis zu tun hat, k?nnte man den Nutzer auch einfach automatisch auf eine bestimmte Situation aufmerksam machen und ihn ¨¹ber die Auswirkungen auf die Umwelt sensibilisieren.
Die Daten aus den Observability-L?sungen der IT bringen mehr Kontext in Nachhaltigkeitsprojekte und helfen so, nicht nur Quick Wins zu entdecken, sondern auch ESG Projekte erfolgreich umzusetzen.